Idee

Bildung und Gesundheit gehen in modernen Gesellschaften eine enge Allianz ein. Das hoch geschätzte Gut „Gesundheit“ wird von den persönlichen Fähigkeiten zum produktiven Umgang mit dem eigenen Körper, der Psyche, der sozialen Umwelt und den ökologischen Gegebenheiten bestimmt. Die Qualität des Wohlbefindens eines Menschen hängt damit direkt von seinem Bildungsgrad ab.

Eine zentrale Voraussetzung für körperliche und psychische Gesundheit ist die Kompetenz zur Bewältigung der alterstypischen Entwicklungsaufgaben und die Selbstorganisation des eigenen Lebensentwurfes mit der Fähigkeit, dem eigenen Leben eine sinnvolle Erfüllung zu geben. Bildung ist hierfür eine Voraussetzung.

Menschen mit einer guten Bildung sind in der Regel in der Lage, ihre gesamte Lebensgestaltung einschließlich von Ernährung, Bewegung und Spannungsregulation in einen flexiblen und lebendigen Lebensstil einzubeziehen, der sie gegen Leistungs- und Gesundheitsstörungen abschirmt. Ihnen gelingt eine produktive Verarbeitung ihrer inneren und äußeren Lebensrealität.

Bei Menschen mit einer geringen Bildung hingegen summieren sich gesundheitliche Risiken. Bei ihnen entstehen Gesundheitsstörungen durch ungelöste Spannungen in den Anforderungen zwischen den Systemen Körper, Seele, soziale Umwelt und dingliche Umwelt. Gelingt die Balance der Anforderungen nicht, können psychosomatische, soziosomatische und ökosomatische Beeinträchtigungen entstehen. Diese Beeinträchtigungen können Einfallstore für Krankheiten sein -- von Stoffwechselstörungen über Sucht/Abhängigkeit, Aufmerksamkeits- und Leistungsversagen bis hin zu Depressionen und Ängsten.